Unsere Partner

 

 

Sky Bundesliga - hier bestellen!

 

 

1&1 DSL

 

Termine

Oktober 2018
So Mo Di Mi Do Fr Sa
30 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3

Facebook


Es spielten: Lisa, Sonja, Stephanie, Judith, Tobias, Julia und Patricia

An einem stürmischen Samstag im März sollte es also soweit sein: Der Freistaat schickt zum ersten Mal seine Spielerfrauen ins fußballerische Gefecht. Eingeladen wurde von „One Touch Kalk“ auf die Rheinwiesen nach Köln. Die Kölner Mädels sind eine Hobbytruppe wie wir, trainieren jedoch regelmäßig zusammen und haben auch schon auf einigen Turnieren mitgespielt. Der Respekt die Ehrfurcht der Freistaaterinnen war demnach vor Spielbeginn groß, hatte man selbst ja noch nie zusammen gespielt! Bevor es losgehen konnte musste jedoch noch eine geeignete Wiese gefunden werden, welche nicht gerade einem Standard-aggressivem Mecker-Opa gehörte. Dies ahnend, kam ein Teil der Mannschaft (auch aufgrund Verkettung unglücklicher Umstände, ich schwör) eine lockere Dreiviertelstunde zu spät (was der Verantwortlichen natürlich sofort den Beginn auf der Bank das Schreiben dieses Spielberichtes eingebrockt hat). Unpünktlich um 14.45 Uhr pfiff der Aushilfsreferee dann endlich das Spiel, welches auf 2 mal 30 Minuten angesetzt war, an. Die Mädels von Freistaat Zeit starteten mit Tobias im Tor (aufgrund der eingeschätzten Überlegenheit der Gegner), Judith und Sonja in der Abwehr, Steffi links, Patricia zentral und Lisa rechts. Julia machte es sich auf der imaginären Bank gemütlich.

Der Anfang war geprägt von gegenseitigem Abtasten des Könnens der Gegner, vor allem die Freistaaterinnen mussten sich zunächst innerhalb der Mannschaft zurechtfinden. Nachdem dann auch die Spielregeln geklärt waren (einrollen oder einwerfen?), dauerte es auch nicht mehr lange bis zu den ersten Torchancen durch Patricia und Steffi. Nach ca. 4 Minuten durfte das Team von Freistaat Zeit dann das erste Mal jubeln über die zwei Tore durch Patricia nach guter Zusammenarbeit mit Steffi und Judith! So hatte man sich das aber nicht vorgestellt, gegen den favorisierten Gegner aus Köln mit zwei Toren in Führung zu gehen! Auch der Gegner war etwas überrascht und musste sich erst Mal wieder neu sortieren. Dadurch kamen die Kölnerinnen auch zu ihren ersten faustdicken Chancen, vor allem durch ihre talentierte Mittelstürmerin die immer wieder im letzten Moment an unserem hervorragendem Torwart Tobi scheiterte. Beflügelt durch die frühe Führung kamen die Freistaaterinnen immer besser ins Spiel, sodass es nicht mehr lange dauerte bis Lisa von rechts zu ihrem ersten Tor einschieben konnte, 3:0. Inzwischen kam Julia auch zu ihrem ersten Freistaat-Einsatz, die Auswechselspielerin und somit auch die Mannschaftsaufstellung wurde von nun an immer situations- und sauerstoffzeltbedarfs-abhängig durchgetauscht. Ziemlich bald wurde auch Steffi für ihr großartiges Spiel mit dem 4:0 belohnt, Lisa hielt ihren Fuß zum 5:0 hin. Nach einem Alleingang aus dem Mittelfeld durfte sich dann auch Torschützin Nr. 4, Sonja, belohnen. Trainer-Torwart Tobi und Co-Trainer Stefan feuerten das Team weiter an, sollte man hier evtl. tatsächlich einen Torrekord schaffen können? Das gesamte Spiel wurde zum Ende der ersten Halbzeit sichtlich langsamer auf beiden Seiten, kleinere Fehler wurden zahlreicher. Kurz vor der Halbzeit schaffte dann Patricia dennoch mit dem 7:0 einen Hattrick, bevor Stefan zur sehnlichst herbeigesehnten Pause pfiff.

In Halbzeit-Besprechung wurde dann unkonventionellerweise überlegt wie man das Team etwas schlechter gestalten könnte um den Spielspaß trotz der hohen Führung dennoch für beide Teams aufrecht zu erhalten. Zur zweiten Halbzeit wurde demnach Tobi auf die Bank verbannt (was ihn dazu veranlasste sein Freistaat-Hooligan-Outfit herauszuholen, wer weiß was hier noch passiert, man muss ja immer vorbereitet sein) und durch den weiblichen Interims-Torwart Steffi ersetzt. Pünktlich wurde zur zweiten Halbzeit angepfiffen, das Team war nun auf sich allein gestellt. Der Gegner kam merklich zu immer mehr Torchancen, sodass etwas Nervosität aufkam. Diese wurde jedoch schnell beruhigt nachdem Patricia mit ihrem vierten Tor zum 8:0 beitrug. Nach einigen Möglichkeiten durch Chancentod-Julia, kam auch sie dann mit dem 9:0 zu ihrem ersten Tor, nach guter Kombination mit Patricia. Mit dem 10:0 durch Steffi träumte man schon vom Torrekord für Freistaat Zeit, doch dadurch wurde das Team unaufmerksam wodurch der Gegner nach etwa ¾ gespielter Zeit zu seinem ersten Tor kam. Aufgeweckt durch dieses Gegentor versuchten die Freistaaterinnen nochmal ihre letzten Kräfte zu mobilisieren um bloß kein weiteres Tor zu zulassen und eventuell mit einem eigenen zu antworten. Die Antwort kam auch gleich mit dem 11:1 durch Patricia, wodurch der Jubel wieder auf eigener Seite war! Die Offensivere Spielaufstellung sowie das durchspielen ohne Auswechselspieler führte dazu, dass die Kräfte gegen Ende des Spiels nochmal deutlich nachließen, wodurch man durch kleinere Unaufmerksamkeiten das 11:2 hinnehmen musste. Das erste Spiel der Mädels vom Freistaat Zeit wurde demnach mit 11:2 gegen einen weitaus erfahrenen Gegner gewonnen! Ein super Erfolg welcher auf jeden Fall nach Wiederholung schreit!



Startaufstellung:

Stephanie   Patricia   Lisa  
          Bank:
  Judith   Sonja    
          Julia
    Tobias      


Tore:
1:0 Particia
2:0 Patrica
3:0 Lisa
4:0 Stephanie
5:0 Lisa
6:0 Sonja
7:0 Patricia
Halbzeit
8:0 Patricia
9:0 Julia
10:0 Stephanie
10:1 -.-
11:1 Patrica
11:2 -.-

Starinterview mit Judith H.:
Die Anführerin der Freistaatwalküren stand unserem Reporter Harry Hirsch Rede und Antwort.

Harry: Vielen Dank das Sie sich Zeit genommen haben und Glückwunsch zum Sieg. Sie müssen gleich wieder Autograme geben, also kommen wir direkt zu der ersten Frage.
Welche Erwartungen hatten Sie an das Spiel und wie stark schätzten Sie One Touch Kalk ein?

Judith: Vor der Anreise schätzten wir den Gegner One Touch Kalk sehr stark ein und fuhren deshalb auch mit einem etwas bangen Gefühl nach Köln. Schließlich hatten wir als Mannschaft noch nie zuvor zusammengespielt.

Sie haben als Kapitänin ihr Team zum Sieg geführt, wie zufrieden sind sie mit der Leistung der Mannschaft?

Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Wir haben gut zusammengespielt und jede einzelne Spielerin war mit Feuereifer bei der Sache, darauf können wir wirklich stolz sein.

Lag es daran, dass man gegen eine Kölner Mannschaft gespielt hat, dass der Freistaat sich voll reinhing?

Nein, ich glaube nicht, dass es daran lag, dass es eine Kölner Mannschaft war. Wir hätten auch bei jedem anderen Gegner unser Bestes gegeben.

Apropos Kapitänin, Sie trugen die Binde am rechten Arm. Was wollten Sie für eine politische Aussage damit verbreiten und was für Sanktionen erwarten Sie vom Präsidenten?

Sollte keine politische Aussage sein, die Kapitänsbinde ist einfach etwas zu weit und trägt sich deshalb am rechten Arm etwas angenehmer als am linken, deshalb erwarte ich auch keine Sanktionen, sondern eher eine Kapitänsbinde, die auch an Frauenarmen nicht rutscht!

Die erste Halbzeit wurde mit 7:0 gewonnen, die Zweite "nur" mit 4:2, kam die Mannschaft nicht mit genügend Feuer aus der Kabine oder woran lag es?

Auch in der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft gut gekämpft, am fehlenden Feuereifer lagen die beiden Tore nicht. Ich denke eher, dass es an der geänderten Aufstellung und der etwas offensiveren Spielweise lag. Außerdem haben wir in der zweiten Halbzeit ohne Auswechselspielerin und ohne unseren Torwart gespielt.

Ärgert es Sie, dass Sie als einzige Frau keinen Treffer erzielen konnten?

Es ärgert mich vielleicht ein kleines bisschen, dass mein Torschuss von einer Gegenspielerin abgefälscht wurde. Da ich meinen Platz aber ganz klar in der Abwehr sehe, finde ich es nicht weiter schlimm.

In den Schlussminuten fing ihr Team die 2 Gegentreffer ein. War ihr Team gedanklich schon beim Feierabendaltbier?

Nein, ans Bier dachte das Team bestimmt noch nicht. Das erste Tor des Gegners war etwas unglücklich, da der Ball unserer Torfrau aus der Hand sprang, beim anderen Tor würde ich die etwas zu offensive Aufstellung und Fehler in der Abwehr als Grund benennen.

Ihre direkte Gegenspielerin "Anna Bolika" ragte körperlich heraus. Glauben Sie das bei One Touch Kalk gedopt wurde?

Zu dieser Frage kann ich mich nicht äußern. Bei solchen Dingen verlasse ich mich auf die Dopingkontrollen.

Viele ihre Mitspielerinnen sprachen davon das Frauenfußball anders ist. Was sind die Unterschiede zum Mixedfußball?

Anderes Passverhalten: Es wird nicht versucht mit dem Ball am Gegner vorbeizukommen, sondern vorher abzuspielen. Weniger Körpereinsatz beim Gegner in der Abwehr. Außerdem war das Spiel deutlich langsamer als bei der Mixed-Mannschaft. Man könnte es so zusammenfassen: Mehr Köpfchen anstatt Kraft und Tricks. ;-)

Mit dem 11:2 bei der Frauenpremiere schafften Sie direkt einen Auswärtsrekordsieg. Wie wichtig ist das für den Frauenfußball im Freistaat und wie glauben Sie entwickelt sich dieser weiter?

Ich denke, dass dieser hohe Sieg sehr wichtig für den Frauenfußball beim Freistaat Zeit ist, da er das Selbstbewusstsein der Mannschaft gestärkt hat. Wir hoffen natürlich, dass sich dieser positive Start auch in Zukunft fortsetzt und wir weitere Spielerinnen und Fans gewinnen können. Ich befürchte allerdings, dass es schwer werden wird, ein eigenes Training der Frauen neben dem der Männer zu behaupten.

Vielen Dank für das nette Interview, Sie sollten jetzt zu den Fans, ich kann das Gekreische nicht mehr ertragen.


Der Diktator verdonnerte Judith zu 3,5 Jahren einseitigem Bizeps- und Trizepstraining.
Judith opferte sich noch weitere Jahre in der Abwehr für ihr Team.
Harry Hirsch bekam den Pulitzer Preis für dieses Interview in der Kategorie "Aktuelle Berichterstattung".
One Touch Kalk kam nie für ein Revanchespiel nach Düsseldorf.
Und DU hast den Scheiß hier bis zum Ende gelesen.
Such dir ein Hobby!

© 2018 zierenberg-media.de, Ronny Zierenberg